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Spotlight

Anorganik für den Eisenguss

In deutschen Automobil-Aluminiumgießereien ist der Einsatz anorganisch gefertigter Kerne inzwischen weitgehend etabliert. Viele namhafte, global aufgestellte Gießereien beschäftigen sich mit dem Thema „anorganische Bindemittel“ und untersuchen die Machbarkeit eines Technologiewechsels. Künftig wollen auch Eisengießer die umweltfreundliche Technologie in der Serienfertigung einsetzen.

Die Herausforderung

Im Eisenguss herrschen grundsätzlich andere Gießbedingungen als im Aluminiumguss. Dadurch gibt es spezielle Hürden, die es zu überwinden gilt. Ein zentrales Thema ist die Anwendung von Wasserschlichten auf anorganisch gebundenen, feuchtigkeitsempfindlichen Kernen.

Die Lösung

HA hat eine Wasserschlichte für den Einsatz von Anorganik im Eisenguss entwickelt und zum Patent angemeldet. Die Schlichte ermöglicht es, alle Anforderungen an den Gussprozess bzw. das Produkt zu erfüllen: Hohe Maßgenauigkeit und Sauberkeit der Gussteile. Mit diesem Fortschritt in der Technologie hat die Anorganik im Eisenguss die nächste Stufe erreicht.

Gemeinsame Entwicklung

Die Kooperation zwischen HA und Brembo zur Entwicklung einer anorganischen Technologie zur Herstellung von Bremsscheiben-Kernen ist ein gemeinsames Erfolgsprojekt. Die Kernherstellung fand unter praxisnahen Bedingungen im HA Center of Competence statt; die Abgüsse unter realen industriellen Bedingungen in einer der europäischen Gießereien von Brembo.

Um das Projekt erfolgreich gestallten zu können, war ein ganzheitliches Konzept notwendig. Dies beinhaltete auch die Punkte Prozessführung und Prozessparameter. Die Systemlösung bestand aus speziell abgestimmten Bindermaterialien in Kombination mit Schlichte.