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Die Wurzeln unseres Unternehmens reichen über 100 Jahre zurück. Heute ist Hüttenes-Albertus ein global agierendes und erfolgreiches Familienunternehmen.

Gründer mit sprühendem Erfindergeist

1905 gründete Albert Stahn, ein begnadeter Erfinder, in Hannover die Albertuswerke GmbH. Zunächst widmete sich das Unternehmen der Herstellung der „UV-Bogenlampe“, dem Vorgänger des heutigen Solariums.
In den frühen 20er Jahren begann Albert Stahn, das Unternehmen auf den Bereich Gießereichemie einzurichten, entwickelte neue organische Kernbinder und später auch Maschinen zur Fertigung von Gussstücken.
 

Nachdem 1909 Wilhelm Hüttenes zunächst in Ruhrort die Firma Hüttenes & Gerling gegründet hatte, erfolgte 1912 der Neustart:
Gemeinsam riefen Wilhelm und Karl Hüttenes die Gebrüder Hüttenes o.H. ins Leben. 1916 verlegten die Brüder ihr Unternehmen nach Düsseldorf.
Das Unternehmen beschäftigte sich zunächst mit der Verwertung der in der Papierindustrie anfallenden Ablauge. Die Weichen für das heutige Unternehmen wurden gestellt, als man entdeckte, dass sich das Material auch als Bindemittel für Kernsand eignet. Die Gießerei-Industrie war eine so große und wichtige Branche, dass es sich lohnte, nun vollständig darauf zu setzen.

Die Entwicklung schreitet voran

Der Maschinenbau veränderte sich rasant. Gussstücke z.B. für Radiatoren, Kompressoren und Verbrennungsmotoren wurden komplizierter und stellten steigende Anforderungen an maßgenaue Formen und Kerne. Tongebundene Sande, deren Eigenschaften früher durch Zugabe von Sägemehl oder Pferdemist verbessert wurden, waren hierfür nicht mehr geeignet. Und auch die Zellstoffablauge, die nur in Verbindung mit anderen Bindemitteln eingesetzt werden konnte, war auf Dauer nicht die Lösung.
Eine wichtige Voraussetzung für die Herstellung zunehmend komplexer Gussstücke war die Entwicklung leistungsfähiger Kernbindemittel. Nur mit ihrer Hilfe lässt sich Kernsand so formen, dass beim Abgießen fehlerfreie Gussstücke entstehen.

 

Gefragte Problemlöser

Die Gebr. Hüttenes und die Albertuswerke waren gefragte Problemlöser, die den Gießereien halfen, die wachsenden Anforderungen an Gussprodukte zu erfüllen. Die beiden Unternehmen entwickelten zunächst sogenannte Kernöle auf der Basis pflanzlicher und tierischer Öle und Fette, die viele Jahre für die Kernherstellung verwendet wurden.

Ab den 1950er Jahren widmete man sich dann der Herstellung von Kunstharzbindern. Phenolharze in flüssiger Form (Resole) sowie feste Novolake für harzumhüllte Sande (Resital) brachten große Produktivitäts- und Qualitätsvorteile.

Ob neue, hochwertige Gusswerkstoffe, Großstückguss, Serienfertigung oder kürzere Durchlaufzeiten: Für all diese Herausforderungen musste eine Antwort im Bereich der Binder-Technologie gefunden werden.

Die Gebr. Hüttenes und die Albertuswerke bündeln ihre Kräfte

Aus dem Zusammenschluss geht am 1. Januar 1970 die Hüttenes-Albertus Chemische Werke GmbH hervor. Dem vereinigten Unternehmen gelingt es, sich als Komplettanbieter für alle gängigen Kernherstellungsverfahren zu positionieren und den technologischen Vorsprung im globalen Wettbewerb zu sichern.

Früh investierte man in Laboratorien, in denen neue Produkte entwickelt und bestehende immer weiter verbessert wurden.
Ob neue, hochwertige Gusswerkstoffe, Großguss, Serienfertigung oder kürzere Durchlaufzeiten: Für all diese Herausforderungen musste eine Antwort im Bereich der Binder-Technologie gefunden werden. Man konzentrierte sich auch damals verstärkt auf die Forschung und Entwicklung.

 

"Unser Ziel ist nicht, das zu verkaufen, was man gerade im Produktkatalog führt, sondern das zu entwickeln und zu fertigen, was den Gießereien zu Problemlösungen verhilft."

Zitat aus der Firmenschrift der 1970er Jahren

 

Innovation aus Tradition

Später revolutionierten die zunehmende Mechanisierung und Automatisierung sowie der Ruf nach umweltfreundlichen Lösungen die Branche.

Neue Kernbinder-Technologien vom Maskenform-, Furanharz-, Wasserglas-, Warm-/Hot-Box- bis hin zum Cold-Box- und Anorganik-Verfahren wurden entwickelt und hielten Einzug in die Kernmachereien. Gießerei-Hilfsmittel wie Speiser und Schlichten erweiterten nach und nach das Produktportfolio.

Ab 1962 streckte HA seine Fühler auch ins Ausland aus. Nach der Gründung einer ersten Tochtergesellschaft in Frankreich orientierte sich das Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten auch in andere europäische Länder, nach Nord- und Südamerika, Afrika, Australien sowie nach Asien.

Heute ist die Gruppe mit Standorten in mehr als 30 Ländern vertreten.

Heute für Morgen

Rund 1.800 engagierte Mitarbeiter stehen unseren Kunden heute weltweit mit Rat und Tat zur Seite. Gezielte Erweiterungen ergänzen das bestehende Geschäft und verstärken die führende Position von Hüttenes-Albertus auf den globalen Gießereimärkten.

Stillstand bedeutet Rückstand. Wir verbinden Tradition mit Innovation. Schon für unsere Gründerväter war Innovation die entscheidende Triebkraft und so entwickeln wir bei HA unsere Produkte und Lösungen immer weiter. Unsere Wurzeln als starkes Fundament geben uns dabei den nötigen Halt, um über den Tellerrand hinauszublicken. Unser Streben nach Innovation geschieht stets mit dem Blick auf den Kundennutzen und die Umwelt.

Die Eröffnungen zweier Innovationszentren, dem HA Center of Competence (CoC) und einem neuen Labor in der Region Hannover, markieren Ende 2017 Meilensteine der Firmengeschichte. Hüttenes-Albertus hat sich auf die Fahne geschrieben, das weltweit innovativste Unternehmen im Bereich der Gießereichemie zu sein und verfolgt diese Maxime konsequent. Innovation ist einer der Schlüsselfaktoren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Chronologie

Seit der Gründung der Albertuswerke im Jahr 1905 in Hannover ist einiges passiert. Heute ist Hüttenes-Albertus mit seinen Tochtergesellschaften eine höchst erfolgreiche internationale Firmengruppe.

1905 bis 1963

Albert Stahn gründet 1905 in Hannover die Albertuswerke GmbH, eine der zwei Basisgesellschaften, aus denen später HA wurde.
1909 gründet Wilhelm Hüttenes in Ruhrort die Firma, aus der 7 Jahre später das Unternehmen Gebrüder Hüttenes o.H. mit Sitz in Düsseldorf hervorgeht.

Nach dem 2. Weltkrieg revolutionieren gleich zwei bahnbrechende Neuheiten, entwickelt in unseren Werken, die Gießerei-Industrie: Zum einen die ersten vollsynthetischen und gasarmen Bindemittel, zum anderen die ersten kalthärtenden Furanharze.

1962 beginnt unser Unternehmen mit der Gründung der ersten Tochtergesellschaft im Ausland – heute HA France – auch auf dem internationalen Markt Fuß zu fassen.
Bereits ein Jahr später kommt auch eine belgische Tochtergesellschaft hinzu (später HA Belgium).

 

1969 bis 1974

Ende der 60er Jahre wird die heutige HA Nederland gegründet. Im gleichen Jahr ensteht eine Partnerschaft mit der spanischen Firma AISA Ilarduya - unsere heute höchst erfolgreiche Tochtergesellschaft HA Ilarduya.

1970: Die Albertuswerke und die Gebrüder Hüttenes bündeln ihre Power für die Gießereibranche und werden zu Hüttenes-Albertus Chemische Werke GmbH, kurz HA.
Ab 1973 ist Hüttenes-Albertus mit der Gründung der Gesellschaft HA Falchem nun auch in Südafrika präsent. 1974 geht HA eine Partnerschaft mit SATEF Hüttenes-Albertus S.p.A. - Italien ein.
Im gleichen Jahr bekommen die Gießereien weltweit einen kompetenten Partner in Sachen innovative Speisertechnik: Die Chemex GmbH wird gegründet. 44 Jahre später wird sie zur Chemex Foundry Solutions GmbH.

1977 bis 1993

Mit Brasilien beginnen die Aktivitäten auf dem südamerikanischen Kontinent.
1978 kommt eine englische Tochtergesellschaft, später HA UK, zur HA-Familie hinzu.
Ein Jahr später orientiert sich HA in Richtung Asien und betätigt sich zunächst in Japan.
1989 finden gleich zwei weitere Gründungen auf dem asiatischen Kontinent statt:
GARGI HA, das Joint Venture zwischen Familie Kapur (Indien) und HA Deutschland, sowie die südkoreanische HA-Tochtergesellschaft (heute HA Korea) feiern ihre Gründungen.

1993: HA gibt es nun auch in Tschechien: HA Kovochem ensteht. Einige Jahre später wird auch HA CZ gegründet.

 

1994 bis 1998

Mitte und Ende der 90er Jahre wächst die HA-Familie weltweit kräftig.
Aus der Ende der 80er Jahre gegründeten türkischen Firma Metko Kimya Sanayi wird Metko HA.
Ab 1995 findet man HA auch in Australien, ein Jahr später entsteht HA Polska.
1996 macht HA weitere Fortschritte bei der Entwicklung immer unmweltfreundlicherer Produkte: Die neueste HA-Cold-Box-Generation mit Rapsmethylester, „Biodiesel“ revolutioniert die Kernfertigung.

1998 kommt der nordamerikanische Kontinent hinzu:
HA USA/ Delta HA wird gegründet.
Im gleichen Jahr orientiert sich HA auch in Richtung China. Das Joint Venture HA Foundry Auxiliary Material (HAFMaS) in Shanghai wird gegründet. Ab dem Jahr 2000 gehört das Unternehmen vollständig zu HA.

 

1999 bis 2007

Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre kommen einige Neugründungen hinzu: Zunächst erweitert HA Romania die HA-Familie.
2001 folgt ein Joint Venture zwischen Delta-HA und Borden Chemicals - der Ursprung der amerikanischen Tochtergesellschaft HA International.

2003 führt HA moderne, anorganische Bindemittel ein und setzt damit neue Maßstäbe für die Produktentwicklung umweltfreundlicherer Alternativen.
 

2007: Unser Anbieter für Bentonit: HA Minerals wird gegründet.

2012 bis 2020

Mit dem Joint Venture UCP HA beginnt HA 2012, auch in Russland aktiv zu werden.

2017 folgen in der Region Hannover die Eröffnungen zweier Innovationszentren: Mit dem HA Center of Competence und einem neuen Labor nimmt HA einmal mehr hochmoderne Forschung und Entwicklung für die Gießereibranche in den Fokus. Mit dem 2019 gegründeten Joint Venture HA Química de México kommt eine weitere HA-Gesellschaft in Nordamerika hinzu.
Nun ist HA auch in Mexico vertreten.

2020: 50 Jahre vereint als HA! Wir begehen das Jubiläum unserer gemeinsamen Firmengeschichte, deren Grundstein vor über 100 Jahren gelegt wurde.