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HA Pure Cold-Box Systeme: Performance statt Emissionen

Mit dem im Dezember 2024 verabschiedeten BREF hat die EU verbindliche Umweltanforderungen festgelegt, die kontinuierlich strengere Grenzwerte für Emissionen, Energieeffizienz und Ressourceneinsatz vorsehen. Für Gießereien und deren Zulieferer bedeutet dies, dass die Grenzwerte kontinuierlich verschärft werden und Prozesse fortlaufend angepasst werden müssen – insbesondere im Hinblick auf Emissionen, Energieeffizienz und Ressourceneinsatz. Die HA Group arbeitet seit Jahren eng mit ihren Kunden zusammen, um innovative Lösungen zu entwickeln, die den steigenden Anforderungen an Umwelt- und Klimaschutz gerecht werden. Mit der neuen Produktlinie „HA Pure“ wurde nun ein wichtiger Schritt erreicht: Die Cold-Box-Systeme basieren auf einem freien Monomer-Gehalt von unter 1,0 % (Phenol/Formaldehyd) und setzen neue Maßstäbe für emissionsarmes Gießen.

 

Herausforderungen und Trends in der Gießerei

Die Anforderungen an die Branche wachsen stetig: Bauteile werden immer komplexer, Wandstärken immer dünner, was einen höheren Einsatz von Kernen und anspruchsvollere Bindemitteltechnologien erfordert. Parallel wächst der Druck, CO₂-Emissionen zu senken und am Emissionszertifikatehandel teilzunehmen. Hinzu kommen gesellschaftliche Herausforderungen wie die Akzeptanzprobleme durch Geruchsemissionen, eine volatile globale Wirtschaftslage und der Wandel in der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität. Diese Transformation bringt zahlreiche Risiken mit sich, bietet aber auch Chancen. Klar ist: Anpassungsfähigkeit und kontinuierliche Weiterentwicklungen sind wichtiger denn je und erfordern innovative, nachhaltige Produkte und Prozesse.

 

Die Gießerei als Kreislaufwirtschaft

Die Gießereiindustrie ist traditionell ein Vorreiter der Kreislaufwirtschaft: Schrott wird wiederverwertet, Rohstoffe werden recycelt und insbesondere Formsand ist ein wertvolles Gut, das möglichst mehrfach genutzt werden sollte. Die steigenden Anforderungen an die Qualität von Altsanden – etwa hinsichtlich Phenolindex, BTEX, TOC und DOC – machen eine nachhaltige Sandnutzung immer wichtiger. Im Fokus steht das moderne „3R“-Prinzip:

  • Reduce – Emissionen und Schadstoffe minimieren
  • Recycle – Sand aus Kern- und Formherstellung zurückgewinnen
  • Reuse – Sand mehrfach verwenden und Entsorgungskosten senken

     

HA Pure Systeme: Innovation für mehr Nachhaltigkeit

Die neue HA Pure-Produktlinie unterstützt das 3R-Prinzip durch ihre Low-Monomer-Technologie mit einem freien Monomer-Gehalt von unter 1,0 % (Phenol / Formaldehyd).  Als Technologieplattform konzipiert, ermöglicht HA Pure innerhalb der Cold-Box-Produktfamilie zielgerichtete technische Lösungen zur Reduzierung der Emissionen von Phenol, BTEX und Formaldehyd. Besonders durch den verringerten freien Phenolanteil können die Phenolemissionen und die Eignung von Altsanden für die Deponierung deutlich verbessert werden. Zur Senkung der VOC/Formaldehyd-Emissionen im Produktionsprozess sind im HA Pure-System spezielle „Emissionsfänger“ eingebaut. Die Systeme sind mit allen gängigen Cold-Box-Lösemitteltypen verfügbar und bieten eine sehr gute Lagerstabilität sowie geringe Geruchsbelastung bei der Kernherstellung und beim Gießen.

Vorteile der HA Pure Cold-Box Systeme auf einen Blick

  • Freier Phenol-Gehalt < 1,0 %
  • Reduzierte Schadstoffemissionen (Phenol, BTEX, Formaldehyd)
  • Geringerer Phenolanteil im Altsand
  • Organikreduzierte und VOC-arme Systeme
  • Sehr gute Lagerstabilität (Bench Life)
  • Geringe Geruchsbelastung
  • Kompatibilität mit allen Cold-Box-Lösemitteltypen

 

Fazit

Mit der Einführung der HA Pure Cold-Box-Systeme setzt die HA Group einen neuen Standard für nachhaltige, emissionsarme Gießereiprozesse. Die Kombination aus innovativer Technologie, Ressourcenschonung und praxisnaher Umsetzung macht diese Produktlinie zu einem wichtigen Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Gießereiindustrie.